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"Die Atmosphäre beim Nachtsprint in Arosa ist besonders"

Interview mit der Schweizer Ski Cross-Queen Fanny Smith

Fanny Smith ist Weltmeisterin 2013, kommt aus dem westschweizerischen Villars und freut sich auf das besondere „Heimrennen“ in Arosa. Wir haben der besten Schweizer Skicrosserin auf den Zahn gefühlt.

 

Seit du 12 Jahre alt bist, fährst du Ski Cross-Rennen. Was macht für dich die Faszination Ski Cross aus?

Absolut alles. Es ist eine extrem dynamische Disziplin. Man muss ständig versuchen, harmonische und fliessende Bewegungen zu machen. Es geht darum, unseren Gegnern ständig zu beobachten und dementsprechend zu reagieren. Das ist eine Herausforderung, welche dann auch jeden Kurs unterschiedlich macht. Wir sind gefordert, jede Situationen schnell zu analysieren und nach Lösungen zu suchen, während wir mit unseren Skiern in Bewegung sind. Das liebe ich so an dieser Sportart. 

 

Zum zweiten Mal findet in Arosa Lenzerheide ein Nacht-Sprint statt – wie fühlt es sich an, nur bei Scheinwerferlicht die Strecke runter zu rasen?

Für mich bleibt es ein Rennen. Aber es stimmt, dass die Atmosphäre aufgrund der kürzeren Strecken und weil es Nacht ist eine ganz andere ist. Es ist eine Show. Die Zuschauer können das gesamte Rennen von einem Ort aus miterleben. Ich denke, dies ist mit ein Grund, warum unsere Disziplin sich von den anderen auch unterscheidet.

Du kommst zwar aus Villars, dennoch könnte man das Rennen in Arosa Lenzerheide als Heimrennen bezeichnen. Bestimmt ist auch dein Fan-Club wieder dabei – was bedeutet dir das?

Natürlich. Es ist sehr wichtig für mich, hier in Arosa Lenzerheide starten zu dürfen. Ein Rennen in der Schweiz ist für mich ein Rennen zu Hause. Da ist mein Fanclub, der mich trägt. Aber ich fühle auch eine unglaubliche Energie von allen Anwesenden. Es ist ein fantastisches Gefühl. 

 

Vom 9.-25. Februar 2018 finden die Olympischen Spiele in PyeongChang, Südkorea statt. Es wird deine dritte Teilnahme sein – was sind deine Ziele und wie bereitest du dich darauf vor?

Mein Hauptziel ist es, mich gut auf den Start in die Saison vorzubereiten. Die Olympischen Spiele werden natürlich ein grosses Winterereignis sein. Aber davor wird es mehrere Weltcup-Rennen geben. Um an den Olympischen Spielen 100% geben zu können, werde ich versuchen, ein Maximum an Vertrauen zu gewinnen. Was danach kommt, werden wir sehen… 

 

Und zum Schluss: Hast du vor deinen Rennen ein spezielles Ritual?

Natürlich, ich habe ein ganzes Vorbereitungsritual und das vor jedem Rennen, aber ich habe keine speziellen Glücksbringer.